Conni Trieder – Altflöte, Komposition, Texte

Quentin Coppalle – Querflöte

Leonhard Huhn – Bassklarinette

Athina Kontou – Kontrabass

Snippets vom Trieders Holz Konzert in Naunhof, September 2021

„In beeindruckender Konsequenz und mit verblüffenden Ergebnissen widmet sich Conni Trieder der Neuverortung der Flöte in der improvisierten Musik. Ihr geht es nicht nur um ein paar andere Farben. Ihr geht es ums Ganze des unterrepräsentierten, zarten Instruments. Darum hatte sie für ihr Trio eine fragil voranschreitende Musik erdacht. „Trieders Holz“ nun schreibt diese Geschichte anders weiter mit zwei Flöten, Bassklarinette und Kontrabass, indem es Klangwolken schichtet in einem neu definierten filigranen Einklang der Dissonanzen, indem es einen kammermusikalischen Jazz klangfarbenreich aufblühen lässt, wo alle gleichzeitig Begleiter und Solisten sind. Dann klingen sie als ein Ensemble, das so noch nicht gehörte Geschichten entwickelt – schön und immer schöner.“

Ulrich Steinmetzger 2021
Im Weltecho Chemnitz am 21.04.22, Foto von Ronald Weise

Die „Vertrauten Orte“ von Conni Trieder sind universale Orte der Kindheit und Jugend und im speziellen Orte der Stadt Halle, in der die Flötistin und Komponistin aufgewachsen ist. Wir fahren mit dem Rad die Straßen rauf und runter, spielen in verlassenen Gärten, sind auf dem Turbine beim Sportfest und betrachten die Risse in den Bodenplatten beim Rive-Ufer.

2020 erhielt Conni Trieder ein Arbeitsstipendium der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt und der Kloster Bergischen Stiftung für den Kompositionszyklus „Vertraute Orte“. Mit ihrer Band „Trieders Holz“ erweckt sie diese Musik zum Leben. Es ist kammermusikalischer Jazz mit einem besonderen Fokus auf die erweiterten Spieltechniken, vor allem bei den zwei Flöten.

„Die eitlen Königskerzen aber interessieren sich nicht für uns.

Wir hocken uns dazwischen und erzählen uns Geschichten durch die Blume.

Die Blütenblätter verwehen

und nehmen die Zeit mit.“

aus: „Vertraute Orte“, 7 Kompositionen und 7 Texte von Conni Trieder
Foto Lutz Voigtländer, Artwork Conni Trieder